Über mich

Da ist es wieder, dieses "ich über mich". Und wieder mag ich es nicht.

Nicht, dass ich nichts über mich zu sagen hätte, nein, das ist es nicht.
Ich könnte hier jetzt Befähigungen, Berechtigungen und sonstige
Lebensabschnitte nennen, aber ich mag nicht. Heute nicht, morgen nicht,
gar nicht.
 
Ich bin die Summe meiner Erfahrungen und lerne mich täglich besser kennen.
Das ist ein guter Satz, sagt er mir doch, dass alles im Wandel ist,
denn Veränderung ist lebendig und ums Leben gehts ja meistens.
 
Ich bin einer fürs Volk, ohne glühende Kohlen und Phrasen.
Einer, der schon oben war und einer, der unten war.
Einer, der mitreden kann. Einer, der nickt, nicht weil er versteht,
sondern weil er aus Betroffenheit heraus weiß.
 
Ich empfinde Coaching dann als authentisch, wenn der Coach im Thema
einen Schritt weiter ist als der zu Coachende. Wenn der Coach in der
Ich-Form Tipps gibt und nicht mit esoterisch-wichtigem Zeigefinger wedelt.
Wenn der Coach lebt und auch mal Mist baut. Normal ist. Und zu seinen
persönlichen Ausreden steht.
 
Ja, so einer bin ich. Andreas Christian Röth, 48.
Eine Auszeichnung möchte ich dem geneigten Leser aber nicht vorenthalten.
2006: Echte graue Haare.


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